Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einer Rettungsinsel und einem Rettungsfloß?

Es gibt keinen. Im englischen spricht man eher von life raft – Rettungsfloß – im deutschen von Rettungsinsel. Beides meint ein aufblasbares Rettungsmittel für mehrere Personen, gewissermaßen ein zweites „Boot“.

Wie kann ich eine Signalpistole erwerben?

Voraussetzung ist der Nachweis über die pyrotechnische Sachkunde und der Nachweis des Bedürfnisses. Mit diesem Sachkundenachweis einen Antrag stellen beim zuständigen Ordnungsamt, unter Vorlage von Unterlagen, aus denen der Besitz eines seegängigen Wasserfahrzeugs hervorgeht. (Kaufvertrag, Chartervertrag, Versicherungspolice, Standerschein usw.) Wenn keine Einwände bestehen, stellt die Behörde eine Waffenbesitzkarte aus die zum Erwerb einer Signalpistole berechtigt.

Was macht man mit überlagerten Seenotsignalen?

Überlagerte Seenotsignale kann man Vernichtungsbetrieben zuführen oder über den Fachhandel an den Hersteller zum Vernichten zurückgeben.

Wie lange sind Seenotsignale haltbar?

„Bei sachgemäßer Lagerung beträgt die Gewährleistungszeit des Herstellers drei Jahre.“

Kann man Seenotsignale mit der Post schicken?

Seenotsignale sind vom Postversand ausgeschlossen, sie dürfen nur von Gefahrgutspediteuren transportiert werden.

Sind Seenotsignale frei verkäuflich?

„Frei verkäuflich an Personen über 18 Jahre sind Handfackeln, Rauchfackeln und schwimmende Rauchsignale mit dem BAM-Zeichen PT1, sowie Signalgeber und Munition mit einem Zulassungszeichen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) und bei der Munition mit der Zulassung PM I.“

Für unsere nächste Clubregatta hat man mich zum Sicherheitsbeauftragten ernannt. Worauf muss ich achten?

Die Frage lässt sich nicht in wenigen Worten beantworten. Details sind umfassend in der Broschüre „Sorgfaltsregeln für Wassersportler, herausgegeben vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), oder auch in den Sicherheitsrichtlinien der Kreuzerabteilung des Deutschen Seglerverbandes (DSV) dargelegt.“

Welche Aufbewahrungsart empfiehlt sich für Rettungsringe bei Sperrwerken, Bootsanlegern und Kläranlagen?

„Rettungsringgehäuse als Wand- und Geländerversion. Ansonsten auch als Standgehäuse mit Pfosten lieferbar.“

Was ist der Unterschied zwischen einem 2,5kg und einem 4,5 kg Rettungsring?

„Ein 2,5kg Rettungsring wird für die Bergung von Personen genutzt, der 4,5 kg Rettungsring wird ausschließlich in Verbindung mit dem Licht /Rauchsignal (MOB)genutzt.“

Gibt es Vorschriften über Wartungsinterwalle für Feststoffwesten?

„Wir empfehlen derzeit diese Westen alle fünf Jahre einmal zum Prüfen einzureichen, um eventuell Reflexstreifen nachzukleben, Gurte auszutauschen oder auch Steckschnallen zu testen.
Auch der in den Westen enthaltene Schaumstoff verliert im Laufe der Zeit an Auftriebskraft.“

Nach welchem Zeitraum müssen die Rettungswestenlichter ausgetauscht werden?

„Gemäß SOLAS immer nach 5 Jahren. Jedes Licht hat ein Produktions- und ein Ablaufdatum – diese Kennzeichnung ist verpflichtend.“

Vor Jahren habe ich eine aufblasbare Rettungsweste auf einer Bootsausstellung gekauft. Nun habe ich gelesen, dass solche Westen gewartet werden müssen. An wen kann ich mich wenden?

Bitte wenden Sie sich direkt an den Hersteller. Er kann Auskunft geben, wo eine qualifizierte Wartung durchgeführt werden kann.

Hier finden Sie die Kontaktdaten der FSR-Mitglieder.

Ich habe bei ebay sehr günstig drei Rettungswesten ersteigert, von denen ein Clubkamerad meinte, sie könnten zu alt oder nicht mehr zugelassen sein. Wie kann ich feststellen, dass es kein Fehlkauf war?

Das Produkthaftungsgesetz fordert eine Information über die Lebensdauerbegrenzung für Rettungswesten. Die Lebensdauer beträgt maximal 15 Jahre, vorausgesetzt, die Rettungsweste wurde regelmäßig nach Herstellerangaben gewartet. Um sicher zu gehen, empfehlen wir eine vom FSR zertifizierte Wartungsstation aufzusuchen. Eine Liste der Wartungsstationen finden Sie auf unserer homepage unter dem link „Wartungsstationen“.

Früher sagte man immer Schwimmweste. Heutzutage wird eher von Rettungsweste gesprochen. Gibt es da Unterschiede?

Um eindeutige Klassifizierung zu ermöglichen, sprechen die gültigen DIN / EN-Normen von Rettungswesten und Schwimmhilfen. Rettungswesten sind ohnmachtssicher, Schwimmhilfen nicht. Eine kleine Eselbrücke: Verunglückte wollen gerettet werden und nicht etwa schwimmen lernen.

Wie hoch ist die Wartungsfrequenz für Rettungswesten?

„Mindestens alle zwei Jahre sollte eine Rettungsweste gewartet werden. Je nach Einsatz und eventuellen gesetzlichen Vorschriften in anderen Ländern kann auch ein kürzeres
Wartungsintervall notwendig oder vorgeschrieben sein. Der Hersteller hat Informationen zur Wartung in die Bedienungsanleitung aufzunehmen.“

Wie schnell muss sich eine automatische Rettungsweste aufblasen?

Innerhalb von fünf Sekunden muss der Schwimmkörper vollständig aufgeblasen sein.

Kann ich meine Weste im Flugzeug transportieren?

Ja und nein. Gem. IATA Regulations ist die Mitnahme von einer Rettungsweste und einer Ersatzpatrone erlaubt. Allerdings halten sich manche Luftfahrtgesellschaften nicht an diese Vorschriften und machen den Seglern das Leben schwer. Da hilft nur ein entsprechendes Auftreten.

Kann ich die Wartung selbst machen?

Eine Überprüfung des Schwimmkörpers und der Nähte ist in jedem Fall vorteilhaft. Das sollten Sie immer vor dem Törn machen. Die Wartung der Auslöseautomatik kann man nicht selbst vornehmen, weil man die entsprechenden Werkzeuge und Ersatzteile nicht hat. Hierfür bedarf es der Ausrüstung einer Servicestation.

Was sind Newton?

Die Maßeinheit Newton wurde nach dem berühmten englischen Physiker Sir Isaac Newton benannt.

Newton ist ein Wert, mit dem der Auftrieb gemessen wird.

150 N (Newton) sind ca. 15 kg oder auch ca. 15 Liter.

Oder physikalisch präziser: Eine Masse von 1 kg erhält durch eine Kraft von 1 N eine Beschleunigung von 1 Meter pro Sekundenquadrat.

Kann ich die Weste für meinen Sohn nicht etwas größer kaufen, dann kann er da reinwachsen?

Davon ist sehr stark abzuraten. Dies hängt mit dem Halsumfang der Kinder zusammen. Bei einer Erwachsenenweste für ein Kind rutscht das Kind in den Schwimmkörper hinein. Ein ausreichender Abstand zur Wasseroberfläche ist nicht gegeben.

Was heißt eigentlich ein Harness?

Das „deutsche“ Wort für Harness heißt „Lifebelt“ und dies ist wiederum ein Wort, das es eigentlich gar nicht gibt. Wir haben uns für HARNESS entschieden, weil es die saubere englische Form für ein Rückhaltesystem ist und wir unsere Rettungswesten auch in anderssprachige Länder liefern.

Meine Rettungsweste ist nie gebraucht worden und noch wie neu. Kann ich sie jetzt nach 15 Jahren ohne Bedenken einsetzen?

Wenn Sie eine derart alte Weste verwenden, müssen Sie immer damit rechnen, dass der Auslösemechanismus nicht mehr funktioniert oder der Schwimmkörper wegen ÜBERALTERUNG platzt. Aus Sicherheitsgründen müssen wir eine solche Anwendung grundsätzlich ablehnen. Auch eine Wartung würden wir nach all diesen Jahren ablehnen müssen.